Vorsichtig, mutig, ängstlich oder..

—alles miteinander! Mir scheint, jeder, jede von uns findet sich zur Zeit im Clinch mit diesen Begriffen. Während die einen sich  zurückhaltend vorsichtig auf dem Minenfeld des Virus bewegen, gibt es eine Mehrzahlt von Ängstlichen, Überängstlichen und sogar Verstörten, die der Herausforderung dieser Zeit hilflos gegenüber stehen.

Ich habe überlegt, was für ein Mensch ich eigentlich bin. Bestimmt bin ich nicht mutig, im Sinne eines Arnold von Winkelried, einer Jeanne d’Arc oder gar eines Konsul Lutz! Doch dann denke ich, vielleicht haben auch diese ‚Helden‘ nicht den sogenannten Heldenmut in die Wiege erhalten. Vielleicht – und dies kann eine Anmassung bedeuten – ging es ihnen wie mir: Vorsichtig, weil von kleinem Wuchs und eher scheu, ging ich als Kind meiner Wege. Doch immer wieder war Mut gefragt. Es galt zum Beispiel „vom Böckli“ ins Wasser zu springen, statt vom Bassinrand. Der Mut fehlte mir infolge der Vorsicht. Und dann setzte ein unerklärlicher Vorgang ein: Ich glaube, man nennt dies Überwindung. Die Vorsicht, die Ängstlichkeit schickte ich weit weg und tat das, wovor ich solche Furcht empfand. Und siehe aus der Vorsicht, gemischt mit Angst wurde etwas anderes: Respekt.

Mit Respekt gegen diese bedrohliche Umgebung angehen, könnte eine Lösung sein. Es ist besser sich nicht ängstlich zu verkriechen und sämtliche Zahlen und Ergebnisse zu studieren, im Kopf zu multiplizieren, gefühlsmässig aufs Riesige anwachsen zu lassen und so  das Furchterregende zu vervielfachen. Es gilt, den eigenen Mut „aktivieren“, und vorsichtig, respektvoll dem Unvermeidlichen begegnen.

Diese Überlegungen können auch helfen, einem unangenehmen Gespräch unbesorgt entgegenzusehen, einen besonders gefürchteten Arzttermin zu ertragen, einen schwerwiegenden Irrtum zuzugeben.

Ich wünsche allen Lesenden Kraft!

Wir sind jung, die Welt steht offen….

Haben Sie dieses Lied auch noch gesungen? Also aus voller Kehle ohne Spotify, Verstärker oder You Tube Begleitung? Kennen Sie es, diese optimistischen Worte, dieser Zukunftsglaube in – zugegeben – altmodischer Form?

Ich bin heute über das Feld gelaufen, dem Alter, der Form und dem Zeitalter entsprechend langsam, einsam, genügsam. Die Menschen, denen ich begegnete, waren meine Jahrgänger, keine Familien (die Kleinsten waren offensichtlich noch am Mittagsschlaf), keine Hundehalter (die waren früher unterwegs, die Vierbeiner mussten“ frühzeitig). Zusätzlich traf ich auch auf ein paar schniefende, schwitzende Jogger mit missmutigen Mienen.

Um mich zu unterhalten stellte ich mit meine heutigen ‚Mitläufer‘ vor, wie sie etwa zehn Jahre alt ausgesehen haben könnten und dazu wie sie das Lied sangen. Ich glaube, das Lächeln und Schmunzeln verliess mein Gesicht nie.

Wieder zuhause, spürte ich Energie. Das alte Lied, der jugendliche Optimismus und eine schlummernde Lebensfreude hatten mich gepackt, geweckt. Mit Elan machte ich mich an die häuslichen Aufgaben. räumte auf und weg, erledigte dies und das, während draussen die Sonne langsam hinter dem Hügel untertauc hte.

Geht darob der Tag zur Neige, leuchtet uns der Sterne Schein, summte ich vor mich hin. Ende der letzten Strophe des Liedes, glaube ich. Irgendwann wird es immer wieder hell. Mein Vater hat oft vom Licht am Ende des Tunnels gesprochen. Soviel für heute!

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Herbst Zeitlosen

Jedes Jahr waren mir diese violetten eigenartig elfenhaften und auch etwas glitschigen Blüten Vorboten einer dunkleren Zeit. Jedes Jahr wurde ich beim Anblick der ersten dieser Blüten etwas traurig . Es wurde mir bewusst, es galt Abschied zu nehmen von der Wärme, vom Sommer, vom goldenen Herbst, und das lange Warten auf die längeren Tage, die Helligkeit und die Wärme würde beginnen. Der Herbst würde zeitlos, lang und dunkel werden.

Dieses Jahr ist alles etwas anders: Verluste, die mich schwer trafen, über einen ganzen Frühling und Sommer verteilt, liessen mich, zusammen mit den Sorgen, der Einsamkeit und dem Wärmeverlust während der Corona Zeit, vergessen, den Sommer, die Sonne und die natürliche Freiheit des hellen Halbjahres zu geniessen.

So ist es unerheblich, die mahnenden Violetten zu finden. Es wird einfach noch etwas dunkler. Es bleibt zu hoffen, zu beten, zu bitten, das Dunkle möge kurz und schmerarm werden.

Rosenbaum

Ich spaziere an der letzten blühenden Rose von 2020 vorbei. Der Rosenbaum legt sich für diesen Winter zur Ruhe. Er muss nach den Blüten auch noch die Blätter fallen lassen, damit der kommende Schnee seine Äste nicht brechen wird.

Rosenbaum ist ein jüdischer Nachname. Bis zur Aufklärung war es Juden nicht erlaubt, Nachnamen zu tragen. Sie hiessen Ben Samuel, Sohn des Samuel oder Ben Halevi und so weiter. Dann durften sie Namen tragen und auswählen. Oft bezogen sich diese auf Berufe, auf Orte. Dies in Anlehnung an die Umgebung. Man findet diese Sitte in unserer Kultur in allen Gesellschaftsschichten.

Woher die vielen Rosen – Namen kommen, weiss ich nicht. Meine Grosseltern, die in Zürich ein gastliches Haus führten, hatten eine ganze Anzahl Freunde und Bekannte, die einen solchen Rosen-Namen trugen. Es gab die Rosenfelds, die Rosenbergs, die Rosenblums und andere.

in den Ferien bei Oma und Opa, kleideten sich mein Bruder und ich in ein Pelzcape (gab es damalas noch), einen Hut mit Hühnerfeder, Schuhe mit Absätzen ich, und einen Bowler, einen Stock mit Silberknauf und ein Jackett mein Bruder. Vor der Haustüre läuteten wir und das Zimmermädchen meldete in den Salon: Herr und Frau Rosenfelder. Schon unter der Türe krümmten wir zwei uns, doch als der bereits anwesende Besuch ebenso wie die Grosseltern Tränen lachten, war der langweilige Nachmittag gerettet.

PS; man sieht: mein C.V. beginnt in einem gepflegten Milieu. Der Lebenslauf hatte seine Auf und Abs.

Gedanken zu Gesichtern

Diese Zeit mit dem Virus hat es in sich. Nicht nur kommen bei mir Ideen und Gedanken auch öfter den Tag durch und nicht nur unter der Dusche, nein diese verflixten Reminiszenzen gehen zurück in die graue Vorzeit meines aktuellen Erdenlebensl Ich weiss ja nicht, ob ich schon einmal da war, und ich wage nicht zu wissen, wo ich wieder auftauchen würde, wen ich belästigen könnte. Kommt dazu, ich weiss nicht einmal, ob ich ein Mensch wäre, eine Katze, ein Hund? Bei mir wäre ich natürlich am liebsten ein Hund, aber das scheint mir völlig unmöglich?

Lasst mich also von einem abstrusen Rückwärtsgedanken erzählen. Kürzlich jährte ich der Tag, an dem ich das allererste Mal in die Schule ging. Da kamen farbige Erinnerungen. Obwohl es noch Krieg war und Farben, sowohl für Textiles wie auch für Malssachen rationiert blieben, sehe ich noch die begehrten Farbstifte vor mir, und ich meine mich zu erinnern, dass einige der neuen Kameradinnen recht bunte Schürzen trugen.

Die klein gewachsene Lehrerin mit dem Dutt auf dem Hinterkopf jedoch, so glaube ich, war eher grau und braun, doch sie trug eine himmelblaue Schürze.

Mein Erinnerungsvermögen ist eines, die Tatsache, dass mich einige der damaligen Mitschülerinnen noch in unserem hohen Alter zu ihrem Kreis zählen, und ich sie noch immer achte, schätze und gerne habe, hilft mir, die Gesichter zu betrachten!

Da ist eines, grosse braune Augen in einem eher flächigen Gesicht, schwarze lange Zöpfe rechts und links, eine breite Stirn und ein freundlicher Mund. Ein grosses Mädchen, die Zweitgrösste der Klasse, wenn ich mich richtig erinnere. Sofort kommt mir ausser dem Gesicht die dazu gehörige Stimme in den Sinn. Unglaublich, diese tönt noch genau gleich in meinem Ohr, wenn wir miteinander telefonieren, und die ganze Erscheinung stimmt, wenn wir uns sehen! Natürlich ist diese Kameradin nie ganz aus meinem Umfeld verschwunden. Zwischendurch waren unsere Wege aber doch weit auseinander, räumlich, zeitlich und was den Bildungs- und Lebensweg betraf. Annemarie blieb immer im Ort, sie war nie im Ausland, eine Station, die für unsere Generation nach dem Krieg eigentlich zur Selbstverständlichkeit wurde. Als Kosmetikerin hatte sie eine gute Stellung gefunden. In ihrem bescheidenen Elternhaus blieb sie wohnen, und besonders nach dem frühen Tod ihres Vaters wollte sie die enge Beziehung zu ihrer Mutter nie durch eine Trennung aufs Spiel setzen. Sie hat „reich“ geheiratet, sie ist viel und weit gereist. Sie blieb sich selbst. treu. Heute muss ich um diese Frau trauern. Sie ist ihren Weg zu Ende gegangen, mutig und ohne zu jammern, ruhig, gelassen und tapfer. Ihre Stimmer, die noch immer wie in der Jugend geklungen hat, fehlt mir. In meiner Erinnerung ist sie immer noch die zweitgrösste, obwohl ihr Körper von Schmerzen gezeichnet, zuletzt äusserlich klein und dünn wurde. Sie fehlt und lässt mich unendlich traurig zurück.

Loslassen

Meine Oma hiess Johanna und wie es damals üblich war hat sie ihren Cédric in jugendlichem Alter geheiratet. Das war „einfach so“. Man durfte sich ja in diesem frühen letzten Jahrhundert, als sie so um 18 Jahre alt war, kaum ansehen. Doch denke ich die Hormone haben auch damals ihre Wirkung getan. Das hiess heiraten, dann war die Sache eledigt.

Leider war diese Ehe nicht sehr glücklich. Die Frau kam aus dem Baden Württembergischen Raum, ihr Ehemann aus dem lebenslustigen Elsass. Wo er immer zu Spass und Fröhlichkeit neigte, war sie eine spröde Schönheit. Eine Tochter fand sich bald nach der Hochzeit ein und bereitete den Eltern, jedem auf seine Art, grosse Freude. Diese Tochter – meine Mutter – war eine fröhliche Frau, sportlich, intelligent, verwöhnt, hübsch. Unter traurigen Umständen, die mit der Situation der Schweiz und der jüdischen Schweizer am Anfang des Zweiten Weltkrieges zusammen hingen, starb sie einen sehr frühen Tod.

Die Trauer der Grossmutter habe ich stets gespürt, ihre spröde, oft fast bissige Art und ihre Strenge mir gegenüber brachten mir viel Ungemach. Die unheimliche ausweglose Trauer meines Vaters, der damals noch keine dreissig Jahre alt war, hielt er mir gegenüber im Zaum, aber er war streng und oft abweisend. Opa Cédric verlor sein fröhliches Naturell nie ganz. Er fand Trost in Reisen, in Bekanntschaften und vor allem in Büchern und in seinem nie zu stillenden Wissensdurst.

Jetzt bin ich alt geworden. Die Figuren meiner Kindheit begleiten mich auf dem Weg dem Fluss entlang. Die Blätter sind golden, doch ich weiss, sie halten nur noch wenige Tage, und dann wird alles kahl. Ich habe in den letzten Monaten unendlich viele liebe Menschen verloren. Die Verluste drücken mich. Und ich stelle mir vor, ich wandere diesem Fluss entlang und entledige mich allem, was ich nicht brauche. Ich stelle mir vor, ich werfe meine Taschen und deren Inhalte in das Bachbett, die Echarpe, die Schuhe, die Socken, den Mantel. Und ich laufe weiter, und ich friere nicht. Ich werfe meine traurigen Gedanken nach, meine Erinnerungen, meine Gefühle.

Mir scheint, wir wandern die letzten Wege mit kleinen Päcklein unter dem Arm, in den Taschen und in den Händen, die wir unterwegs streuen. So lassen wir das eine und das andere los: Fähigkeiten, Gewissheiten, Materielles, Vorurteile und Ansichten, Überzeugungen und dazu auch die Hierarchie unserer Gewohnheiten. Es sollte dabei leichter werden, doch haben wir auch an Kraft verloren, so gleicht sich dies wie in einer einfachen Relativitätsrechnung aus.>>>

Nach Gefühl

Eine liebe Verwandte hat im hohen Alter das das Zeitliche gesegnet, Ihre Tochter hatte immer eine enge Beziehung zu ihr, ist doch der Ehemann und Vater früh gestorben, was die beiden fest miteinander verband.

Die Tochter erzählt von ihrer Mutter, die sie als konservativ und altmodisch empfand.

Weisst Du, sie hat mir immer und immer wieder geraten, nur nach meinem innersten Gefühl zu leben. Alle vernünftigen Gedanken seien erst in zweiter Linie für Entscheidungen gut. Das Gefühl bedeute alles.

Das Töchterchen wurde erwachsen. Verliebte sich. Es war „der Falsche“. Mindestens aus Mutters Sicht. Das ging gar nicht. Und dass die beiden gar miteinander übers Wochenende…. und und und.

Als wieder einmal eine Standpauke, natürlich fein gesittet und mit vornehmen Worten auf die Aufmüpfige hernieder ging, sagte diese zur empörten Mutter: „aber ich folge einfach nur meinem tiefen Gefühl“.‘

Konsterniert schaute die Mutter und befand kurzerhand: “ Dann ist eben dein Gefühl falsch!“

Das Töchterchen und der damals junge Mann leben in einer etwas stürmischen, aber sehr liebe- und respektvollen Ehe.

Spezialmenü für Zwei

Nach zwei eher wehmütigen Beiträgen will ich hier eine freundliche Geschichte erzählen

Ingrid und Sonja, die beide den langjährigen Ehemann vor einigen Monaten verloren haben, leben im selben Haus. Eigentlich sind sie nicht befreundet, eher durch das gemeinsame Erleben zum selben Zeitpunkt am selben Ort verbunden. Sonja und Ingrid sind so verschieden wie ihre nordisch oder südlich klingenden Namen. Und doch haben sie eine gemeinsame Unternehmung entdeckt.

An zwei Wochentagen wird die jeweilig andere Bewohnerin bekocht. Die beiden Damen haben vereinbart, sich nicht gegenseitig einzuladen. Jede deckt ihren eigenen Tisch, jede bereitet sich eigenständig vor. Am Tag „Ingrid kocht“ wartet Sonja in ihrer Wohnung gespannt darauf, dass die Türglocke läute. Voll freudiger Neugierde öffnet sie und findet – schön angerichtet und portioniert – eine Mahlzeit auf einem Tablett, das Ingrid ihr übergibt. Die umgekehrte Variante findet mit gleichem Zeremoniell an einem anderen Wochentag statt.

Einmal wöchentlich wird so in jeder Wohnungen für zwei gekocht. Und es sind Menüs, die da ausgeheckt werden, die es in sich haben.

Bereits vor ihrem Kochtag stöbert Ingrid in ihren Büchern und konsultiert die einschlägigen Internet Seiten. Sorgfältig schreibt sie ihr Menü auf und notiert die nötigen Zutaten. Sie freut sich beim Einkauf, dass sie Kleinmengen besorgen darf und nicht die homöopathischen Portiönchen für Eine! Auch das Kochen auf dem richtigen Herd und in richtigen Pfannen freut sie. Für eine Person wäre ja die Puppenküche der Enkelin genügend.

Jede Woche einmal freut sich Sonja auf Ingrids Überraschungsküche, und Ingrid bereitet sich ebenfalls einmal wöchentlich auf Traiteur Service vor. Und jede kocht einmal in der Woche wieder so, wie zuvor viele Jahre lang: ein Spezialmenü für zwei.

Schoner

Es gibt Knie-, Ellbogen-, Rücken- oder Gelenkschoner. Sie nützen meist bei sportlicher Betätigung und sollen schweren Verletzungen vorbeugen. Der Arzt verschreibt Magenschoner, Medikamente, die den Magen vor den Schäden, die andere Pillen verursachen, schützen.

Gäbe es doch nur einen Gehirnschoner, einen Gemütsschoner! Eine Wand, die uns Alten etwas behutsamer beibringt, wie es denn weitergehen soll. Etwas, das uns vor Verletzungen und Ängsten schützt.

Natürlich haben wir es in der Hand, uns zu schonen. Das ginge dann wohl mit Vertrauen, mit Liebe und mit Zuversicht. Also, liebe eigene Generation, die Schonung vor dem Raketentempo der Veränderung benötigt: schont euch selbst!

Ein Weiser schrieb kürzlich :“wenn verletzliche Geradheit zur Gewohnheit wird, verpasst man die Chance auf Respekt und Zuneigung und damit auch auf Selbstwertschätzung.“   Wie oft habe ich meine Geradheit aus übertriebener Sucht nach Ehrlichkeit im Nachhinein bereut.

Auch hier hätte ich gerne einen Schoner, um mich zu schützen vor dieser Sucht, alles immer ehrlich zu äussern. Ein frommer Jude hat  mir das einmal sehr deutlich erklärt: Nichts sei übel, das man in den Mund nehme – mit Bezug auf Speisevorschriften der Juden – aber was  den Mund verlasse, könne Übles anrichten!

Auch hier müsste es einen „Schoner“ geben!

Die kurze Zukunft?

Es sollen fröhliche Gedanken sein, zur Freude meiner Generation…. Schwieriger geworden seit wir zur Risiko Generation geworden sind. Wir beobachten die Fallzahlen und sind unsicher. Wir reden öfter davon, wie wir etwas zu tun gedenken, das noch vor einem guten halben Jahr das Einfachste der Welt schien: mit dem ö-V. hin und zurück? Doch selbst Autofahren? Parkieren? Stau? Einkaufen und nach Hause tragen zu Fuss? Gesund! Aber wir der geforderte Abstand eingehalten? Dann hat Marianne Halsweh, Regula etwas Kopfweh und schon fragt man: Test?

Wir haben es schon vorher gewusst: die Zukunft schrumpft rapide. Doch noch nie haben wir sie als bedrohlich empfunden. Die Bilder, die man uns serviert hat, haben ihre unschöne Pflicht getan. Der Tod, das Ende erscheint sehr ungemütlich.

Und immer wieder versichern wir einander, dieses Ende nicht zu fürchten, denn wir freuen uns darauf, alle Sorgen und Nöte hinter uns zu lassen. Wunschdenken, sagt unsere innere Stimme. Und wir denken an Rose, an Willi und an Erika, die im Senioren Pflegeheim schon so lange warten…..