Gäärn gscheh!

Als Jüdin bin ich von den Geschehnissen in Halle besonders betroffen. Am Vorabend des Hohen Feiertags der Juden, Jom Kippur, war ich in der Synagoge, um dem Kol Nidre beizuwohnen, dem feierlichsten Gebet der Juden.

Wie üblich war der Betsaal bewacht. Die Polizei war da, sowie private Überwachung. Der Rabbiner bat wie immer, den Bewachenden zu danken, was für mich selbstverständlich ist.

Auf meinem Heimweg steht an einer Strassenecke ein baumlanger, junger Polizeibeamter. „Guten Abend,“ sagt er freundlich, und ich erwidere seinen Gruss, und füge an „und danke vielmals“. Er lächelt und sagt – ehrlich und mit Überzeugung in seiner Stimme – „es isch gäärn gscheeh!“

Gerührt und beglückt von dieser aufrichtig gemeinten Aussage gehe ich nach Hause. In meinen Ohren klingen die alten Melodien nach. Ich fühle mich zugehörig: zu den Menschen, zu den Schweizern, zu den Juden! Gerne geschehen, ist so schön, viel schöner als das im Deutschen aufkommende „aber gerne“.

(Sephardische Synagoge in Bordeaux F.)

Krank geschrieben

Nein, meine lieben Leserinnen und Leser, ich bin nicht krank geschrieben im Sinne von krank sein und nicht arbeiten können. Ich habe auch nicht einfach KRANK auf ein Blatt Papier geschrieben! Aber ich fühle mich krank! Geht es Ihnen auch manchmal so: man fühlt sich, wie geschlagen, wie ausgehöhlt, und vor allem ist die eigene Haut plötzlich so dünn wie Seidenpapier, die ganze Welt rundum scheint in Sonnenlicht getaucht, nur die eigene Person steht im Schatten. Woher kommt dieser Schatten? Natürlich aus mir selbst! Da ist mir etwas über die Leber gelaufen. ein unbedachtes Wort, eine Geste, die weh tut, ein Gesichtsausdruck des Unglaubens, obwohl ich die reine Wahrheit erzählte…. welch kleine Anlässe, welch grosse Wirkung auf mein Selbst, das so unstet, so wenig gesichert im Schatten steht! Also habe ich mich selbst krank geschrieben, damit ich nicht hinaus muss, hinaus in diese feindliche Umgebung, die mich so gar nicht mag!

Da gibt es nur eines: Gesund schreiben! Genauso gut wie ich mich krank schreibe kann ich auch das Gegenteil: mit geht es gut! Ich erzähle dem Menschen, der mir unbedacht mit seinem Wort weh getan hat, etwas Fröhliches, der Person mit der Geste zwinkere ich freundlich zu, und im Herzen weiss ich, dass ich ungern lüge. So schreibe ich mich wieder gesund.

Manchmal geht es etwas länger, bis die heilsame Wirkung des „Gesundschreibens“ oder auch gesund Schreibens eintritt. Möglich ist es immer. Aber, meine Lieben, es braucht Spucke und Kraft, es braucht Mut und oft auch Ausdauer. Manchmal fehlt nur eine dieser Zutaten und schon fühle ich mich wieder krank geschrieben.

Stolze E-Technikerin

Gestern war ich in unserer Gemeinde am Bahnhof. Meinen kleinen dunkelblauen Liebling, ein Golf, altersgerecht ausgerüstet und wie ich in fortgeschrittenem Alter, stellte ich auf einen schattigen Parkplatz. Seit einigen Wochen hat es bei uns neue Parkplatz Zahlungsmöglichkeiten. Die Dinger sind sowieso ein notwendiges aber auch undankbares Übel, aber wenn man davor steht und nach Münz klaubt, versucht, die Handtasche zu halten, das Portemonnaie zu schützen, und die Hose frisch aus der Chemischen Reinigung nicht in den Rinnstein fallen zu lassen, wird das Leben für einen Moment unangenehm.

Die neuen Meter also lassen sich mit einer App bedienen, oder mit dem App der Bank oder mit einer weiteren App, kurz das Handy kann zahlen!

Vor ungefähr vier Wochen hatte ich so eine App geladen, war nicht erfolgreich, konnte mir eine Münze ausleihen und ging nach Ablauf der Parkdauer und nachdem ich meine Einkäufe erledigt hatte, zur Polizei, zu fragen, wie das jetzt sei. Der freundliche Polizist schickte mich auf die Gemeinde, zur Sicherheitsabteilung, wo mir eine liebenswürdige Dame erklärte, wie das Ding funktionieren könnte, wenn, ja, wenn ich die richtige App für unsere Parkingmeter geladen hätte. Somit habe ich mittlerweile das richtige elektronische Zahlungsmittel.

Wie gesagt, mein lieber Blauer steht jetzt am Bahnhof und ich wandere voller Erwartung auf den Parkingmeter zu. Fast kann ich es selbst nicht glauben: es funktioniert. Freudig packe ich mein liebes nützliches Teil ein und will mich zum Gehen wenden, da spricht mich ein grosser jüngerer Herr an. „Erlauben Sie, haben Sie jetzt grad mit dem Handy bezahlt?“ erstaunt nicke ich, und er fragt mich, ob ich ihm wohl helfen könnte, er „komme halt nicht so draus“.

Als er sich nach Instruktion, Parkplatz Bezahlung und einem freundlichen Dank und Gruss verabschiedet, bin ich stolz. Ich sage zu ihm: „Sie sind jetzt von einer werdenden Urgrossmutter gecoacht worden!“ Mit einem Lachen verabschiedet sich der „junge Mann“. Und ich fühle mich ein paar Zentimeter grösser.

Reisen entspannt!

Marion Eve bleibt dabei

Reben in Saint Emilion

Von einer Reise nach Frankreich mit Autocar, Flussschiff und Flugzeug, bin ich voller Energie und Tatendrang zurück nach Hause gekehrt. Es war anstrengend, zuerst zwei Tage lang mit dem Car durch das wunderschöne Land zu fahren. Die Mitreisenden waren fremd, jeder und jede in seinen/ihren Trott versponnen, kaum Gespräche. Das gemeinsame Abendessen am ersten Abend verlief als ob eine grosse Gruppe von Kleinkindern im Alter des „Fremdens“ miteinander zu tun hätten. Der zweite Tag liess dann jedermann, jedefrau etwas auftauen, spätestens bei der Stadt- und Schlossbesichtigung bevor wir aufs Schiff entlassen wurden.

Das Programm war für die fünf Tage und fürs Durchschnittsalter der Reisenden fordernd. man machte mit so gut es ging. Die Fülle der Informationen und Geschichten war überwältigend, und fast nicht zu verdauen. Mich hat sie zu vielem inspiriert. An Geschichte interessiert, hörte ich von der Löwin von Aquitanien, und dem Roman von Tanja…

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Reisen entspannt!

Reben in Saint Emilion

Von einer Reise nach Frankreich mit Autocar, Flussschiff und Flugzeug, bin ich voller Energie und Tatendrang zurück nach Hause gekehrt. Es war anstrengend, zuerst zwei Tage lang mit dem Car durch das wunderschöne Land zu fahren. Die Mitreisenden waren fremd, jeder und jede in seinen/ihren Trott versponnen, kaum Gespräche. Das gemeinsame Abendessen am ersten Abend verlief als ob eine grosse Gruppe von Kleinkindern im Alter des „Fremdens“ miteinander zu tun hätten. Der zweite Tag liess dann jedermann, jedefrau etwas auftauen, spätestens bei der Stadt- und Schlossbesichtigung bevor wir aufs Schiff entlassen wurden.

Das Programm war für die fünf Tage und fürs Durchschnittsalter der Reisenden fordernd. man machte mit so gut es ging. Die Fülle der Informationen und Geschichten war überwältigend, und fast nicht zu verdauen. Mich hat sie zu vielem inspiriert. An Geschichte interessiert, hörte ich von der Löwin von Aquitanien, und dem Roman von Tanja Kinkel. Nun kann ich mich von der Geschichte dieser mutigen und modernen Frau aus dem 12. Jahrhundert kaum loslösen.

Das ist einerseits schade, denn mir bleibt die angenehme Pflicht, meine eigenen Eindrücke zu sortieren und einzuordnen in Persönliches, in Geschichtliches, und dann in die Erfahrungen als Reisegruppe, die Eindrücke über Landschaft und Leute, über Essen und Trinken, über die Weinherstellung, die Cognac Produktion, über das Wandern auf einer Wanderdüne, über Austern schlürfen und Trüffel kaufen.

Und während ich mich an diese kurzweilige Arbeit mache, versuche ich Sie weiter auf dem Laufenden zu halten über meine Fortschritte und Erkenntnisse! Vielleicht mögen Sie mich begleiten!

Was ich jetzt zur „Freude der Alteren“ sagen kann: man ist nie zu alt, etwas zu erleben, und man ist nie zu alt, um Energien zu finden!

Podologen

„Also mir macht keiner an den Füssen rum, dazu ist die Renate da“, sagt Willi anlässlich unserer letzten Laufrunde. Renate ist seine Frau und offenbar eine geschickte. Wenn ich an die Füsse von Mr. Excel, meinem LAP, muss, dann zittert es in meinen Händen, und meine Brille reicht eigentlich auch nicht aus. Also geht man (Mann/Frau) zum Podologen. Seinerzeit hiess das noch zur Pedicure, aber die Begriffe, speziell im Gesundheitsbereich sind aufgewertet worden. Hiess es früher Krankenschwester ist das heute eine Fage Gesundheit, es gibt keine Arzthelferinnen mehr, keine Zahnarztgehilfinnen, alle sind sie „aufgewertet“.

Hatten sie das nötig? War das notwendig? Mir fällt auf, wie die Berufsbezeichnungen immer mehr Prestige (vermeintlich) zu vermitteln suchen. Lesen Sie einmal in der Zeitung: da wimmelt es von „Vice Presidents“, „Assistant irgendwas“ und anderen Titeln.

Gehen wir da nicht irgendwie rückwärts? Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhundert war es vor allem in Österreich, aber auch im Deutschen Reich und in Frankreich Sitte mit Titeln um sich zu werfen. Steuern wir dies an? Ich bin zufrieden, wenn mir mein junges Gegenüber stolz sagt, ich bin Maurer, dann weiss ich nämlich was er tut!

Horizonte zwei

Die Horizonte beschäftigen mich. Stehe ich am Ufer des Meeres, sehe ich „das Ende der Welt“, und es ist doch nur eine Linie, wo es rund geht. Dieser Horizont ist einerseits Furcht einflössend, zum anderen tröstlich. Wir denken ans Endliche, und wir wissen, dass es weiter geht. Da war ja mal ein Kopernikus, ein Galilei, da waren Thales und seine Gefährten, und es gibt die ETH. Alles was dazwischen ist, gilt, gilt ein bisschen, gilt vielleicht, oder es ist wirklich nicht wahr.

Es wird so viel geredet von den Umweltschäden, den Fussabdrücken der Prominenten und weniger Prominenten, das CO2 ist der Gesprächsstoff, der Motor der Kolumnenschreiber, kurz, das Mass aller Dinge. Die Jugend, die am Freitag streikt, die Konservativen, die diese Jungen verurteilen, mit dem Argument, das hätten wir uns mal einfallen lassen sollen, dies alles schaue ich vom Meeresufer her an.

Und ich lächle. Und ich denke. Ich spinne zurück als die Pille kam, die jungen Frauen standen öffentlich dazu, wie angenehm sie die neue Verhütung fanden. Sie gingen dazu wohl nicht auf die Strasse, aber die Verknorzten wetterten auch da – das hätten wir uns mal einfallen lassen sollen! Es gäbe bessere Beispiele. Die Geschichte zeigt mir, ob es ein Fortschritt oder einfach ein Schritt in eine neue Richtung sei, jede Veränderung der Denkweise durch eine Erfindung oder eine neue Tatsache und deren Publikation finden Kritiker, bissige, eigenbrötlerische oder sie finden Folgende (Follower) – gutgläubig, manchmal blauäugig. Doch: Ohne diese und ohne jene passiert nichts.

Der Horizont des einen ist anders als der des anderen. Die beiden stehen vielleicht nicht am selben Ufer.

Turnschuhe und andere Bequemlichkeiten!

Wanderung!

Wir sind einmal wöchentlich Freunde an Stöcken, sogenannte Stockenten. Die Gespräche – man soll sich ja nur so viel anstrengen, dass man noch reden und zuhören kann – laufen mit. Sie befassen sich mit Kindern und Küche, mit Zeitung und Zukunft, mit Eswareinmal und Eskannsein, oder auch nur mit Ausrufen der Freude an Umgebung und Leben!

Die Begegnungen mit anderen, Bikern, Joggern, Runnern und Spaziergängern mit oder ohne Hund, sind kurz und freundlich. Man wünscht sich „Guten Tag“ und meint es auch so.

Gestern war Stockenten-Tag und die Begegnung mit einem Seniorenpaar beeindruckte mich. Die beiden waren gekleidet, als würden sie ihren Sonntagsspaziergang von ehedem wiederholen. Madame trägt ein geblümtes Kleid mit Blumenmuster, einen Strohhut mit Band, Monsieur lange Hosen mit Bügelfalten, gestärktes Hemd, ohne Krawatte und ebenfalls Strohhut. Doch mein Blick fällt auf Ihre Füsse, und siehe da: ganz moderne Trekking Schuhe, komfortabel, mit dicker Sohle, atmungsaktiv, einfach das Beste auf dem Gebiet der gesunden Füsse. Nach dem „Guten Tag“ kehren meine Gedanken zurück zur Generation vor uns.

Ich sehe die glänzenden Lederschuhe, die mein Vater zeit seines Lebens trug. Er hatte durch Unfälle schon früh Beschwerden mit Füssen und Knien. Doch seine Generation hatte noch nicht die Freizeit Gesellschaft gekannt: man arbeitete, um die Zeit zu verbringen. Alles andere war „dem Herrgott den Tag gestohlen“. Diese Haltung äusserte sich selbstverständlich in der Kleidung. Gestärkte Hemden, Krawatte, schwarze Socken, glänzend geputzte geschnürte Lederschuhe, Bügelfalten, vielleicht noch Veste. Und Madame? Die Unterwäsche, die zwickte lasse ich weg: der Kragen gestärkt, die Bluse ebenfalls, der Rock bis mindestens zur Wade, die Schuhe glänzend, geschnürt, und bestimmt unbequem. Nur die „Mehrbesseren“ trieben Sport und kauften sich für die Ausübung Turnschuhe. In meiner Generation war es bereits üblich im Schulturnen blaue Norm-Turnschuhe zu tragen. Nur für die Turnhalle, selbstverständlich.

Zurück denke ich an meine Kinder: Ich glaube, „Convers“ war die Marke der Turnschuhe, die sich meine Tochter brennend wünschte. Sie verkaufte auf dem Jahrmarkt Marroni, verdiente sich die Ersehnten und zog mit verrussten Händen an den weissen Schuhbändeln. Dann waren sie ihr eigen! Und die altmodische Mutter? Sie mochte es dem Töchterlein gönnen, erhob aber Einspruch, wenn die Schuhe zur täglichen Garderobe zu werden drohten! Meine Enkelkinder kannten und kennen kaum etwas anderes! Und doch: der grosse Enkel trägt zur Arbeit Bügelfalten und glänzende Lederschuhe. In bequemem Outfit geniesst er seine Freizeit, die er seit je her kennt. Und alle in unserem Kulturkreis kennen sie auch. Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen.

P.S. Ich trage zur täglichen Arbeit immer Freizeitschuhe. Von den High Heels habe ich mich schon seit längerem verabschiedet. Meine Füsse danken. Über Podologen und andere Helfer der Älteren schreibe ich ein andermal!

Stempel

Man drückt einer Sache seinen Stempel auf. Man stempelt ihn mit dieser Aussage zum Lügner. Stempel sind auch heute noch wichtig im Zusammenhang mit Amtlichem. Sie waren in meiner Jugend ein beliebtes Spielzeug, wir verwendeten Mohnkapseln, um damit „Dokumente“ zu beglaubigen.

Stempel sind eine Sache. Sie können nicht gut oder schlecht sein. Warum habe ich das Wort dennoch so ungern, frage ich mich schon seit längerem. Da ist einmal der sogenannte Judenstempel, den der Beamte Rothmund den Nazis anbot, damit die Schweizer Grenzwächter jüdische Flüchtlinge sogleich erkennen konnten. Das „J“, blutrot in die Pässe der Flüchtenden gestempelt, verurteilte damals manchen dieser Menschen zum Tode.

Wir neigen dazu, Urteile zu fällen, ohne genaue Kenntnis der Umstände. Wir urteilen, wir stempeln ab. Ich sehe die Postbeamten hinter den Schaltern mit den Ärmelschonern über den Hemdärmeln, wie sie genüsslich grosse Bogen vor sich hatten, sie auf die harte Unterlage schoben und zu stempeln anfingen, bis der ganze Bogen fertig gestempelt war! Abstempeln wird heute von einem Automaten besorgt. Der Automat stempelt auch ohne Kenntnis ab. Aber er ist kein Mensch.

Ein Mensch, der dazu neigt zu übertreiben, Unwahrheiten zu verbreiten, über andere zu lästern, wird als Lügner abgestempelt. Ist er ein Lügner? Vielleicht nur geltungssüchtig, vielleicht ist seine Art Humor nicht die unsere. Die Stempeleindrücke, die wir wissentlich und unwissentlich verteilen, verbreiten viel Ungesundes. Lassen wir die Finger von wertenden Stempeln. Oder, wie meine Grossmutter zu sagen pflegte, kehren wir vor der eigenen Haustüre.

Ich habe vor, hier gelegentlich über Ausdrücke nachzudenken, die mich beschäftigen, und die mir sogar zuwider sind!

Vorher aber werde ich mich um fröhlichere Lesestücke bemühen, solche mit einem ganz und gar positiven Stempel!

Kultur Tage

Der Sommer zieht ein in unsere freundliche Gemeinde. Es sind die Kulturtage angesagt. Zwischen blühenden Rosensträuchern und grünem gepflegtem Rasen gibt es unter anderem eine Ausstellung mit Namen Grümpel!

Da haben die Gemeindearbeiter einen Tag lang auf den Strassen und Plätzen vom Seeufer bis zum alten Dorfteil, von der katholischen bis zur reformierten Kirche, Hügel auf und Hügel ab gesammelt, was das Zeug hält. Und sie haben Zeug gefunden. Unermesslich Vieles, Ganzes und Kaputtes, Farbiges und Farbloses, Metall und Holz, Plastik und Glas. Das Ganze wurde rund ums Zentrum und um das Gemeindehaus in malerischen Haufen ausgestellt. Man muss sich einen Erstaugust Feuer Stapel vorstellen aus „Allerlei*“ statt Holz.

Die fröhlichen Haufen ziehen die Menschen an, Menschen, die sich über die Initiative der Gemeinde freuen, die Darbietungen, Theater, Bilder, Musik, auch Essen und Trinken – Fremdländisches wohl integriert – besuchen, benützen und es in dieser Vorferienzeit geniessen.

Ein älteres Paar verweilt vor einem Allerlei Haufen. „Schau mal“, sagt sie, was sich da so ansammelt in unserer Gemeinde, das die Leute nicht mehr wollen. Du kennst sie doch auch, die Zettel zum Mitnehmen – gratis, oder?“. Der Ehegatte kratzt sich ein bisschen hinter den Ohren, „Nein, nein Du irrst Dich, das ist Moderne Kunst! Kulturtage!“