Erwarten, hoffen, wünschen…

Je höher Du steigst, desto weiter kannst Du fallen, sagte mir schon meine weise Oma. Dennoch erwartete ich über lange Jahre vieles. Vielleicht war auch so manches in meinem Leben selbstverständlich, denn mein Kinderbett stand in einem feinen Haus. Das gute Leben verwöhnte mich, sodass ich erst spät lernte zu hoffen. Wünschen musste ich sowieso nicht allzu viel, hatte ich doch „alles“. Und doch: meine hübschen Kleider hätte ich gerne eingetauscht für einen gestrickten Rock, wie ihn die Freundin von der Langen Gasse trug. Und Schuhe wünschte ich mir, Schuhe, wie sie „alle“ hatten, und nicht gesunde Schuhe, wie ich sie haben musste!

Viele Wünsche wurden erfüllt, vieles, worauf ich hoffte, trat ein. Aber inzwischen habe ich gelernt, wenig oder nichts zu erwarten. Alles, was auf mich zukommt, kann ich dann annehmen; nichts kann mich enttäuschen.

Hoffnung

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