Veränderungen!

Mein Nachbar beim gestrigen Hock liess sich laut und breit über seinen vor Kurzem stattgefundenen Besuch von San Francisco aus. Er war verblüfft und berichtete nonstop über die Veränderungen. Er sei, so dröhnte er neben mir, nun volle dreissig Jahre nicht mehr  in dieser Stadt am Pazifik gewesen. Er habe sie nicht wieder erkannt. Diese Veränderungen, dieser Wandel, jammerte er. Und er wäre wohl gescheiter irgendwo hin gefahren, wo er keine Erinnerungen gehabt hätte.

Stumm und nachdenklich hörte ich dem Gepolter zu. Bei einer sehr kurzen Pause im Monolog meines Tischnachbarn, wagte ich es, den Mund zu öffnen.

Sehen Sie, sagte ich zu ihm, es ist als hätten Sie dreissig Jahre nicht mehr in einen Spiegel geschaut. Würden Sie sich selbst nach dreissig Jahren wieder erkennen?

Jetzt blieb sein Mund offen stehen. Vor Staunen.

 

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