Podologen

„Also mir macht keiner an den Füssen rum, dazu ist die Renate da“, sagt Willi anlässlich unserer letzten Laufrunde. Renate ist seine Frau und offenbar eine geschickte. Wenn ich an die Füsse von Mr. Excel, meinem LAP, muss, dann zittert es in meinen Händen, und meine Brille reicht eigentlich auch nicht aus. Also geht man (Mann/Frau) zum Podologen. Seinerzeit hiess das noch zur Pedicure, aber die Begriffe, speziell im Gesundheitsbereich sind aufgewertet worden. Hiess es früher Krankenschwester ist das heute eine Fage Gesundheit, es gibt keine Arzthelferinnen mehr, keine Zahnarztgehilfinnen, alle sind sie „aufgewertet“.

Hatten sie das nötig? War das notwendig? Mir fällt auf, wie die Berufsbezeichnungen immer mehr Prestige (vermeintlich) zu vermitteln suchen. Lesen Sie einmal in der Zeitung: da wimmelt es von „Vice Presidents“, „Assistant irgendwas“ und anderen Titeln.

Gehen wir da nicht irgendwie rückwärts? Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhundert war es vor allem in Österreich, aber auch im Deutschen Reich und in Frankreich Sitte mit Titeln um sich zu werfen. Steuern wir dies an? Ich bin zufrieden, wenn mir mein junges Gegenüber stolz sagt, ich bin Maurer, dann weiss ich nämlich was er tut!

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