Oma Nonna Neinei

Meine vier Enkelkinder sind mir unendlich lieb und unendlich wertvoll. Ich erinnere mich an vieles, das sie mir zuliebe getan haben, an gemeinsame Erlebnisse und Taten. Statt einer Rede zum Begräbnis, will ich sie heute einmal von „oben herab“ von meinem Alter zur Jugend würdigen! Anstoss zu diesen Gedanken hat die Getränkekarte eines Bergrestaurants gegeben.

Sie nennen mich Nonna (die Grossen) und Neinei (die Kleinen). Ich selbst habe meine beiden Grossmütter Oma genannt, eine war Oma Hansel, eine Oma Fanny, und keine der beiden war „heiss“. Sie waren beide sehr traditionelle, strenge, ja starrsinnige Frauen, die nur schwarz trugen.

HEISSE OMA (MIT sCHLAGRAHM)

Heissi Oma machte mich schmunzeln, es handelt sich natürlich um einen Spezial Kaffee mit Rahm. Doch ich erinnerte mich an meine „grosse“ Enkelin, die vor knapp dreissig Jahren mir erzählte, eine Schulkameradin hätte mich eine „geile Grossmutter“ genannt, dies weil ich der Enkelin zum Geburtstag eine gelbe Swatch Uhr geschenkt hatte. Ich war stolz darauf, eine „geile Oma“ zu sein und habe mich seither bemüht, es zu bleiben. Ihr jüngerer Bruder hat mir stets viel Respekt und Liebe entgegen gebracht. Er hat mich anlässlich des Todes meines Vaters für die Erledigung des Administrativen aufs Standesamt begleitet, damit die „Nonna nicht allein gehen muss“. Und jetzt macht er mich zur Urgrossmutter! Die beiden „kleinen“ Enkel“ haben es noch einfach, mich zu begeistern. Mit sechs und acht Jahren bestehen sie eigentlich aus Freude.

Es ist ein Geschenk des Lebens, neue Generationen heranwachsen zu sehen. Es liegt an uns Alten, auch in diesem Zusammenhang darauf zu achten, Respekt und Liebe beizubehalten. Nicht alles, was unter der Marke (heute dem Label) Jung läuft ist per se nicht gut, es ist, wie so vieles das uns missfällt ,einfach „anders“. Wir fahren sowieso besser, wenn wir den Ausdruck ANDERS öfter anwenden. Was soll es denn, wenn wir werten, etwas sei besser oder schlechter, und wie sollen wir es wagen, dies überhaupt zu beurteilen?

Lassen wir es dabei bewenden. Es ist halt alles anders als es früher war, und es wird morgen, übermorgen und in vielen Jahren auch wieder anders sein!

2 Kommentare zu „Oma Nonna Neinei

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